Ein Hundeleben
Ein Hundeleben
Ein (zwei) Hundeleben
Ein (zwei) Hundeleben

Kapitel 8

Trennung November 2010

Es war Winter, den ersten Schnee hatten wir schon gesehen. Da wurde es unruhig im Haus. Fremde Leute kamen und trugen Schränke und andere Sachen aus dem Haus in ein großes Auto. Timo und ich wussten nicht, was los war. Dann brachte Frauchen noch das Schlafkissen und den Futter- und Wassernapf von Timo in unser Auto, auch ein paar Spielsachen. Wir wussten immer noch nicht, was das sollte, wollte Frauchen mit Timo wegfahren? Ich musste dann mit Herrchen die Mittags-Gassirunde machen. Alleine, Timo ist nicht mit gegangen. Das hat mich gewundert, denn die Mittags-Runde machte immer Frauchen mit uns, mit Timo und mir.

Als wir zurück gekommen waren, waren Timo und Frauchen nicht mehr da. Na ja, dachte ich, die werden schon wieder kommen. Aber sie kamen nicht, nicht am nächsten Tag und auch nicht an den anderen Tagen. Ich musste immer mit Herrchen alleine gehen, morgens, mittags und abends, abends zum Glück mit den Hundefreunden, die waren zum Glück noch da.

Ich fühlte mich ein bisschen einsam ohne Timo und ohne Frauchen, Herrchen war aber noch da. Ich hatte aber Angst, dass er auch noch weg gehen würde. Deshalb war ich immer in seiner Nähe und passte immer auf, wo er hin ging. Da ging ich sofort mit, wenn ich durfte. In der ersten Nacht konnte ich nicht richtig schlafen, ich war zu aufgeregt und bin immer wieder zu Herrchen gelaufen. Herrchen hat dann mein Schlafkissen zu sich ins Zimmer geholt. Seitdem darf ich in dem gleichen Zimmer an der Tür schlafen, in dem auch Herrchen schläft. Ein paar tage später habe ich aber auch mal wieder unten im haus geschlafen, wo noch ein anderes Kissen liegt, denn ich merkte, dass Herrchen bei mir bleiben wollte.

Nach einer Zeit durfte ich mit Herrchen in unser Auto, wir fuhren weg. Nach kurzer Zeit hielten wir an und stiegen aus. Wir gingen zu einem Haus, he, da roch es nach Timo und Frauchen. Wir gingen in das Haus, und oh, welche Freude, Timo kam uns entgegen und dann kam auch Frauchen. Wir gingen in die Wohnung.

Timo freute sich wie verrückt und lief ganz aufgeregt hin und her. Dann gingen wir durch eine Tür und Timo zeigte mir seinen neuen Garten, kleiner als unserer in dem alten Haus, wo ich noch wohnte, auch waren ringsherum Zäune und eine Wand aus Holz. Auch hatte der Garten keinen Teich.

Wir gingen dann zusammen spazieren, einen Weg an Feldern entlang. Nicht so schön wie Burgau, aber auch viel zu schnüffeln und zum Laufen. Abends fuhr ich mit Herrchen wieder zu unserem haus zurück und waren wieder alleine. Eines Tages ging die Tür auf und Timo und Frauchen kamen uns besuchen. Das war wieder eine Freude. Timo und ich liefen gleich in den Garten wie früher und spielten eine Runde.   

Wir gingen auch die Abendrunde zusammen, aber ohne Frauchen, die war mit dem Auto wieder weg gefahren. Da konnte Timo seine alten Freunde begrüßen, er war ganz aufgeregt und hat sich auch sehr gefreut. Die alte Runde mit Freunden.

Timo konnte auch bei uns schlafen, haben wir zusammen gemacht, unten im Haus, wo Herrchen eins von Timos alten Schlafkissen hingelegt hatte. da konnten wir beide ruhig zusammen schlafen, jeder in seinem Schlafkissen. Am nächsten Tag haben wir auch zusammen die Morgenrunde gemacht. Auch Futter haben wir zusammen bekommen, jeder in seinem Napf, wir hatten ja genug davon. Dann kam Frauchen wieder mit dem Auto. Timo musste mit gehen, dann waren sie wieder weg.

Seitdem haben wir uns immer mal gesehen, mal ich zun Timo, oder Timo zu uns. Ich habe auch schon bei Timo geschlafen, wenn Herrchen mal weg war.

So geht das noch bis heute. Mal einige Zeit alleine, dann mal wieder ich bei Timo oder Timo bei uns. Damit kann man auch leben. es kann so bleiben.

 

Damit enden unsere Geschichten aus unserem Leben, von Timo und mir. ich hoffe, sie haben euch gefallen.

 

Mit Herrchen war ich inzwischen schon wieder mal weg in eine Gegend mit viel Wald. Da musste ich mit Herrchen in einem Haus aus Stoff schlafen, das war lustig, ist aber eine andere Geschichte. Und dann waren wir zusammen wieder an einem Wasser, Frauchen, Herrchen, Timo und ich, an einem Wasser, in dem wir mal wieder zusammen plantschen konnten und Stöckchen fangen, so wie früher. Herrchen sagte: „Wir sind am Rur-Stausee Obersee“: Was immer da heißt, aber er hat uns ja schon so viel erzählt, was wir nicht verstanden haben.

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© Helmut Kautzner